Bab, ba daba dab: Langlingen. Oder: Ein himmlisches Wochenende...
Etwas später komme ich in einen Raum voller Menschen, die locker im Halbkreis um ein riesiges Keyboard stehen. Auf dem Stuhl dahinter hat sich ein Engel zusammengefaltet, an dem alles zugleich Musik ist; Füße, die den Takt energisch mitklopfen, Arme in beständiger Bewegung (Jetzt IHR!), Finger, zwischen denen unablässig Harmonien hervorquellen, mal sanft, mal hell und fetzig - ein weicher dunkler Teppich unter unseren Füßen, ein hell tönender Himmel über unseren Köpfen, ein beständig wehender Strom von Klängen, der uns umbraust, in dem wir stehen, atmen und singen, bewegt, wie Bäume im Wind...
...flinke freundliche Augen ermutigen, blinzeln Einsätze zu, lächeln glücklich über Gelingendes, verloren in all der schönen Musik...
Ein Engel, der ziemlich erkältet ist, sich oft nach dem Tisch umdrehen muss, um für die Stimme noch einen Schluck Wasser zu nehmen - und seiner elektronischen Harfe gewaltige Mengen von Wohlklang entlockt, nebenbei, während er uns etwas erklärt...
...du merkst schnell und mit wachsender Erleichterung: Hier kannst du nicht wirklich versingen und versagen (wie es sonst auf Erden üblich ist), nur lernen und deine Stimme mit den anderen zusammen mehr und mehr lebendig werden lassen zur Ehre des EINEN, dem all dies gilt...
...abends, als ich durch die nachtdunkle Landschaft zurückfahre, höre ich im Brausen des Windes wieder all die Stimmen um mich her, zwischen denen ich stand und sang - weich und fern und nah zugleich in meinem Kopf, und für einige Minuten weiß ich:
Sie sind IMMER da und loben Gott! Du hattest nur ein paar Takte von ihnen für uns runter auf die Erde geholt, ein Wochenende lang...Danke!
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Nr. 45 01.03.2008, 00:01 Uhr
die röhre
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